Weblog
09/05: "War... was das?"
Kann sich noch jemand an diese coole Einslive-Comedy von vor einigen Jahren erinnern? Der "Einslive Radiorätsel". Nach jedem Rätsel tickte ein Wecker¹ und vor der Auflösung fragte jemand: "War... was das?"Genau das will ich jetzt auch fragen, denn: ich muss zugeben, in letzter Zeit nicht gerade regelmäßig gebloggt zu haben. Das soll sich ändern, aber zuerst nur mit einem kleinen Teaser:

Und nun die Frage:
War... was das?
Und für alle, denen das zu langweilig ist: wenn man das Netz nach dem Einslive Radiorätsel durchstöbert, findet man tatsächlich eines in schriftlicher Form³:
Was haben Jesus von Nazareth, der heilige Stephanus und ein Passat Kombi gemeinsam?
Ticktackticktackticktackticktack... brrrrrrring!
(Lösung ganz unten in diesem Beitrag.)
---------------------
¹ ...der mich immer sehr an die Fernsehsendung zu "Wo ist Walter?"² aus meiner frühen Kindheit erinnerte ;-)...
² By the way - Walter trägt für gewöhnlich einen rotweiß-gestreiften Pullover und hat eine Brille, if I remember correctly - und beim Afterglow der letzten Totalnacht sah Bodo Wartke einfach genauso aus...
³ Bitte... Falls jemand da bessere Quellen kennt (am besten auch zum Hören)... sagt sie mir! *fleh*
---------------------
ɹǝɹʎʇ-ɹɥǝɯ puıs ǝıs
23/03: Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. - oder - Was lange währt, wird endlich gut.
Tjaaaaa, es gibt Neuigkeiten. Nachdem ich ja schon vor ein paar Wochen von meinem neuen Job berichtete, haben sich jetzt auch meine anderen beiden Wünsche erfüllt:Kerstin und ich haben ne Wohnung gefunden und ziehen in anderthalb Wochen um :)
UND
Ich hab nen wunderbaren, tollen, einzigartigen, neuen Freund.
Wobei der gar nicht so "neu" ist, denn wir kennen uns schon ewig ;-).
Ich dachte, das teil ich mal eben mit *ggg*.
Denn ungünstigerweise fahr ich nachher nach Hamburg um von dort aus morgen mit meinem Bruder nach Sardinien zu fliegen. Eine Woche lang. Ich freu mich ja auch drauf, aber nichtsdestotrotz ist das Timing grad extrem ungünstig ;-).
Hihi, mir geht's gut *gggg*.
:-)
08/03: Wie man aus Fröschen Prinzen macht.
Eine Anleitung.Dank der lieben Esther bin ich in der letzten Woche in den Genuss eines Märchenprinzens gekommen. Denn sie hatte die wunderbare Idee, mir zu meinem Geburtstag nicht nur einen Mann aus Schokolade *gg*, sondern auch einen Frosch zu schenken, der sich mit viel Liebe und gutem Zureden in einen Prinzen verwandelt. Und das ging so:
Man nehme: einen ziemlich grünen Frosch im Glas...:

...befülle selbiges mit Wasser...:

...und warte 10 Minuten. Dann sieht das irgendwann so aus, bzw. sehen tut man nicht mehr so viel...:

...und irgendwann löst sich unser Frosch in Wohlgefallen auf (erste Fetzen sind zu erkennen):

Nun ist es an der Zeit, das Wasser wegzuschütten, damit unser Prinz auch sieht, für wen er ab sofort wachsen und gedeihen soll:

Und damit er das tut, gibt's neues Wasser und der kleine Mann sieht gleich etwas förmiger aus:

Kleiner Standortwechsel, der Rest Froschschale erzeugt eine Art Rasen als Untergrund und unser Märchenprinz beginnt zu wachsen...:

...und zu wachsen (und sich dabei seitlich anzulehnen)...:

...und zu wachsen. Trotzdem hätte ich ihn vielleicht vorher mit Elmex Gelee einreiben sollen, denn dann wäre das hier sicher nicht passiert:

Aber das stört uns gar nicht, denn Prince Charming wächst weiter und weiter bis ich irgendwann das Gefühl habe, das sich nichts mehr tut und stattdessen seine perfekt sitzende Hose etwas ausfärbt (Kunststück nach 2 Tagen unter Wasser):

Was für ein Prachtkerl, nicht wahr? Schade nur, dass er unter Wasser lebt - ...dachte ich mir und schüttete das Wasser weg. Da fuhr der gute vor Schreck erstmal zusammen...:

...und zeigte mir von da an nur noch sein Hinterteil:

Der ist zwar ganz hübsch anzusehen, aber eigentlich doch nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt hab. Trotzdem konnte ich mich bislang noch nicht dazu durchringen, Prinz Eisenherz den Laufpass zu geben. Und so verweilt er weiter auf meiner Fensterbank...
26/02: Die starken Drei.
Sowohl beim Putzen nach einer Party als auch, wenn's einem einfach mal nicht so gut geht, eignen sich diese drei jungen Frauen mit ihren Songs besonders gut in der Endlosschleife:Stefanie Heinzmann - My man is a mean man
Kate Nash - Foundations
Amy Winehouse - Rehab
Das erste dient einfach der guten Laune und frau kann wunderbar beherzt und laut mitsingen. Bei Bedarf kann man sich hier auch den Frust rausschreien ;-).
(Eine angehende Lehrerseele schockt es natürlich jedes Mal auf's Neue, dass sie wirklich "doing what he do" singt... Warum hat ihr das denn keiner vorher gesagt?)
Das zweite bezaubert durch die wunderbare Kate Nash, die der Musikindustrie endlich mal gezeigt hat, dass nicht nur Männer einen britischen Akzent besitzen, sondern tatsächlich auch die Frauen so sprechen. Klingt wunderschön und coole Sprüche hat sie auch noch drauf:
- "Yeah, intelligent input, darlin', why don't you just have another beer, then?"
- You said I must eat so many lemons 'cause I am so bitter. I said: "I'd rather be with your friends, mate 'cause they are much fitter".
;-)
Und das dritte zu guter Letzt versetzt den Körper von ganz allein in rhythmische Bewegungen. Da möchte man doch seine 60ies-CDs wieder auspacken...
Und sollte das nicht der Fall sein, dann bleibt immer noch die Gewissheit, dass Amy Winehouses Probleme garantiert größer sind als meine...
11/02: YES!
Ich hatte es mir ja schon fast abgeschminkt, aber: ich hab sie bekommen! Die Stelle in der Bibliothek der Musikpädagogik! YES!Normalerweise bewerben sich auf diese Stelle als Studentische Hilfskraft ein bis zwei Personen. Also hatte ich mir bis zum Bewerbungsgespräch schon entsprechende Hoffnungen gemacht, nur um festzustellen, dass ich 3 (drei!) Mitbewerber habe. Mein fortgeschrittenes Semester hat es nicht besser gemacht und ich hab mir die Sache lieber gleich abgeschminkt...
...und heute die Nachricht erhalten, dass ich die Stelle trotzdem kriege! Wie geil ist das? *g*
Jetzt werde ich also ab dem nächsten Semester vier Stunden pro Woche die Bibliothek hüten und alles tun, was so anfällt. Wunderbar. Ich freu mich drauf. :-)
Das ist mein erster Schritt zur Promotion... *g* ;-)
10/02: Suspekt ist...
Aus der Reihe "Suspekt ist..." heute die Folge "Adam & Eva":Ich lese zur Zeit den Goldenen Kompass. Genau, die Buchvorlage zu gleichnamigem Kinofilm der kürzlich unsere Leinwände mit einem bärtigen Daniel Craig schmückte. Leider war's ne dumme Idee von mir, erst den Film zu sehen, da ich daraufhin das Buch nicht mehr so spannend fand, woraus ich gewisse Lehren für die beiden Fortsetzungen ziehe. Aber an sich ein cooles Buch.
Heute wollte ich es endlich durchlesen und durfte erfreut feststellen, dass das Buch da, wo der Film aufhört, noch gar nicht zu Ende ist - die letzten 40 Seiten werden vermutlich erst im nächsten Film zu sehen sein..?
Auf diesen 40 Seiten wird dann zum ersten Mal im gesamten Buch eine Bibelstelle zitiert und zwar die aus dem Buch Genesis, wo Adam und Eva doch den Apfel essen, sich anschließend ihrer Nacktheit schämen und daraufhin Feigenblätter flechten um sich zu verhüllen. Das Zitat ist ca. eine Seite lang.
Es begab sich dieses Wochenende außerdem, dass ich drei Messen übernahm. Aus "Kannst du Sonntag Morgen im Altenheim spielen, dann kann ich vor dem Hochamt mit dem Kinderchor proben" wurde "Ach, und kannst du noch Samstag Abend spielen, dann kann ich noch zu Aida" und schließlich "Ach, und kannst du vielleicht auch Sonntag Abend?"
Ich konnte. Die ersten beiden Messen waren ganz normal, mit einer Lesung und viel Gesprochenem statt Gesungenem. Ist ja Fastenzeit, da spart man schonmal. Heute Abend gab's dann plötzlich zwei Lesungen...
Und welche war die, die vorher nicht dabei war? Richtig, Adam, Eva, die Schlange und die Feigenblätter. Genesis.
Und ich hatte das Buch sogar in der Tasche, weil ich die Predigt doch schon zweimal gehört hatte...
Suspekt.
02/02: Evil Tortenschlacht from hell.
Meine Schwester und ich haben endlich mal wieder Torte gemacht (Wir erinnern uns: Torte 1 und Torte 2.) Dieses Mal war es ein "Gewickelter Schoko-Traum", empfohlen von Dr. Ö.


Gut, wo war jetzt die Schokolade? *g*
Einerseits in dem Boden, bestehend aus einem riesigen Schoko-Cookie ;-), andererseits in der eingewickelten Schicht Schoko-Pudding UND dann noch in geraspelter Form in weiß oben drauf.
Leider fiel das Gerät beim Schneiden etwas in sich zusammen. Sollte also möglichst bald verzehrt werden *g*. War auch ganz lecker ;-).
Etwas anderes Schönes, das ich gestern in Münster entdeckt habe: es gibt eine kleine Straße, oder besser: Gasse, zwischen zwei Kneipen (Großer und Kleiner Kiepenkerl) mit dem wunderbaren Namen...

Sie sieht sogar ein bisschen so aus, auch, wenn das auf dem Foto nicht ganz rauskommt ;-).
29/12: Befördert.
Ich bin befördert worden. Warum?Na ja, in den letzten drei Monaten ist unsere Kirche wegen sinkender Kirchgängerzahlen und eines baufälligen Pfarrheims umgebaut worden: man hat einfach mal lustig Wände eingezogen und damit die zwei Seitenschiffe abgetrennt. In den neu entstandenen Räumen sollen nun Bibliothek, pardon, "Medienzentrum" und Pfarrheim untergebracht werden. Eigentlich ja ne ganz nette Idee, trotzdem war ich damit anfangs nicht so ganz einverstanden. Die können doch nicht einfach "meine" Kirche komplett umbauen... (Dass die ursprünglich gar keine Seitenschiffe hatte, ist dabei unerheblich, da ich sie ja nur mit selbigen kannte.)
Wie dem auch sei, seit dem vierten Advent ist sie eingeweiht und neueröffnet ("Pfarrkirche reloaded") und siehe da - die Akustik hat sich verändert (wer hätte das gedacht ;-)).
In der leeren Kirche zählt man bisweilen 5 bis 6 Sekunden Nachhall und somit klingt sie, trotz des kleineren Raumes, eher wie eine Kathedrale.
Tja, und laut dem Orgelbauer brauchen wir uns deshalb jetzt nicht mehr "Dorforganisten" zu nennen, sondern sind gleich zu "Kathedralorganisten" aufgestiegen. :D Wunderbar!
Die Feuertaufe (*lol* Taufen in der Kirche. Mit Feuer. *g*) gab's dann gestern Abend mit der "Geburt Christi" von Heinrich von Herzogenberg mit zwei Kirchenchören, Jugend- und Kinderchor, Orchester, sechs Solisten - und mir an der Orgel. Wegen des Vor- und des Nachspiels war ich auch noch die erste und letzte, die zu Gehör kam und zwischendurch durfte ich die Gemeinde begleiten, die mitsingen sollte.
Das Konzert war wirklich gut, wir waren gut und vor allem besser als beim ersten Konzert vor zwei Wochen im Nachbarort. Alles lief wunderbar, ich erfreute mich mehr am Spielen als dass ich nervös war und am Ende gab's dafür auch noch wunderbaren Applaus und Blumen. Tolle Blumen.
Ich wär damit ja zufrieden gewesen.
Aber wenn man meint, mich dafür bezahlen zu müssen - dann sag ich auch nicht nein :D.
Bin ich käuflich? ;-)
Tja, das Konzert war ja gut, aber die Vorbereitung darauf war doch irgendwie seltsam. Drei Monate nicht an der Orgel... da brauchte ich tatsächlich 5 Umbock-Vorgänge bis die Orgelbank die richtige Höhe hatte. ("Umbocken" weil man die Bank nur verstellen kann, indem man 3 verschieden hohe Holzklötzchen links und rechts unter die Bank tackert bzw. wegnimmt) Da saß ich dann für's Pedal zu hoch, hab die Klötzchen entfernt und saß für das Hauptwerksmanual zu tief... Super ;-).
Und wenn man so nen Nachhall nicht gewohnt ist, muss man sich auch erstmal daran gewöhnen und weiß nicht so recht, damit umzugehen. Soll ich jetzt nach jeder Choralzeile 5 Sekunden Pause machen? Wie doof... Glücklicherweise löst sich das Problem, sobald Menschen in der Kirche sind. Ist sie nämlich voll, ist der Hall weg und die Akustik schon fast zu trocken... ;-)
Anyway, ich bin froh, dass ich "meine" Kirche zurückhab, auch, wenn ich jedes Mal beim Durchlaufen mit dem Kopf vor eine dieser neuen Wände renne und mich frage, warum's da nicht weitergeht... ;-) Aber sie ist wirklich sehr schön geworden, das Licht ist super und superhell, was ich persönlich einfach viel toller finde in Kirchen. Nicht so toll sind meiner Meinung nach die pornösen blauen LED-Strahler, die im Boden des Chorraums angebracht sind und die Wände in blaues Licht tauchen... Dämliche Idee.
Und ja, ich bin käuflich. Aber ich wusste wirklich nicht, dass ich für diese beiden Konzerte bezahlt werde. Es sind ja schließlich die kleinen Dinge im Leben, die Freude bereiten und deshalb wäre ich mit Blum'n und Ruhm (;-)) vollkommen glücklich gewesen. :-)
10/12: Noah war ein Archetekt.
Und was tun Archetekten? Sie planen.Genauer Planung bedarf es auch, einen Termin zu finden, an dem 5-10 Leute zusammen auf ein Bodo-Wartke-Konzert gehen können... Deshalb dauerte es auch knapp ein Jahr, da immer wieder Chor-Termine, "falsche" (=ältere) Programme Bodos und große Entfernungen dazwischen kamen. Denn wir alle wollten "Noah war ein Archetyp" sehen und es erschien wie eine Ewigkeit, da es keiner von uns seit Sommer 2006 und den Achillesversen auf ein richtiges Bodo-Konzert geschafft hatte.
Am Freitag, nach einem Jahr, vier Monaten und ca. zwei Wochen war es dann endlich soweit: Bodo trat (für läppische 7€ für Studenten) in Kaarst auf. Da konnte uns dann auch nichts von abhalten, nicht einmal die Tatsache, dass ich schon Freitag morgen bemerkte, dass mein Hals nicht so richtig mitspielte...
Also auf nach Kaarst und - da noch Zeit bis zum Konzert war - erstmal in die Staadt und was essen. Glücklicherweise *g* gab's dort einen kleinen Weihnachtsmaarkt, der leider zu waar, doch das nebenstehende KinderKettenKaarussel war noch geöffnet und bereit, uns aufzunehmen. Die nette Dame am Schaalter zeigte uns sogar vorher, wie schnell und hoch das Ding geht und wir wussten sofort: daa wollen wir rein *g*. Also was zu essen bestellt und sofort wieder zurück um eine Runde zu drehen. Rückwärts war leider nicht drin, dafür hoben wir aber auch nur so weit vom Boden ab, dass eigentlich alle (nicht nur Denis mit den langen Beinen) noch mitlaufen konnten. Ein Platz wurde auch noch für Kaddas Neid reserviert, denn die war leider woanders essen ;-).
Pünktlich um 7 waren wir dann wieder zurück an der "Halle", reservierten uns Plätze in der dritten Reihe und warteten auf Konzertbeginn... Der kam auch pünktlich um 8 und Bodo trat mit gelbem Hemd und riesigem Kragen auf die Bühne. Er begann mit seinem "Guten Abend", das wir - wie den Großteil des Programms - schon vom kürzlich erschienenen Album kannten (nur nicht in der Version "...und herzlich willkommen heute hier in Kahaarst"). Und obwohl vieles bereits bekannt war, war es einfach ein Erlebnis, denn Mimik und Gestik dieses Mannes gepaart mit seiner Musik sind einfach unübertroffen. Allein zu sehen, wie er sitzend und Klavier spielend steppt, den Flügel als Rhythmusinstrument beutelt oder schnell Pirouetten auf dem Klavierhocker dreht - allein dafür hat es sich gelohnt. Auch mit meinem Platz war ich sehr zufrieden, da ich ansatzweise seine Hände und vor allem auch seine Füße sehen konnte - und damit, bei welchen Stücken er wann das Pedal einsetzt *g*. Ich find sowas schon interessant, besonders, seit ich mitbekommen hab, dass meine Orgellehrerin in der Chorprobe, wenn sie mal am Flügel steht, das Haltepedal mit gekreuzten Beinen bedient...
Nach einer kleinen Ansage ging's dann direkt weiter im Programm, Bodo spielte Andrea und Claudia, trug den Tiergedichtzyklus vor (inkl. der auf der CD nicht enthaltenen Maus und Ratte *g*) und begeisterte mich wie immer mit Wortspielen sondergleichen.
Sein PCdenzfall wurde im Konzert zu einer IT-Trilogie, denn nach dem Loblied auf den Mac, kam auch noch die etwas realistischere Variante über selbigen (Kaffee kochende Macs können einem die Freundin ausspannen!), da Mac-User ja gerne mal versuchen alle anderen zu missionieren (can somebody please tell Thorsten?!). Als drittes folgte ein recht neuer, super vorgetragener und rhythmisierter Brief an Steve Jobs, in dem Bodo ihn entsetzt fragt, wie er bloß auf die dämliche Idee kam, einen Vertrag mit der Telekom zu schließen, die schließlich all das ist, was Apple nicht ist (unzuverlässig, inkompetent, etc. ;-)).
Irgendwann im ersten Teil kam dann - star wars-like - die erste Episode von König Ödipus, quasi "wie alles begann". Wie immer spielt Bodo alle Rollen selbst (was an sich schon ein Spaß ist *gg*) und wir erfahren nicht nur, wie er ausgesetzt wird und "aus Versehen" seinen eigenen Vater umbringt, sondern auch, welche Handhaltung das Orakel von Delphi bevorzugt :D. Herrlich. Später mehr dazu.
Als letztes Lied vor der Pause kam dann das von mir sehnlichst erwünschte dritte Liebeslied mit Frauennamen. Man hatte mir bereits gesteckt, dass es ein Lied mit meinem Namen geben würde und ich war sehr gespannt (und traurig, dass es nicht auf dem Album drauf ist...), beim Hören war dann allerdings direkt klar, warum das der Fall war: das Lied ist wunderschön, aber es verarbeitet ein Beatles-Stück und hat daher (laut Bodo) kaum eine Chance auf die Rechte... was wohl auch dazu führt, dass es nicht im Songbook auftauchen wird, das nächsten März erscheint. Dammit. Das Lied ist wirklich toll und ich hätte nicht gedacht, dass es so viele gute Reime auf meinen Namen gibt (Shoot it?! Na danke ;-)). Unfortunately, I forgot most of them. *g* Anyway, auch, wenn ich bei dem Stück natürlich nicht direkt angesprochen war, wurde mir ziemlich warm und ich war froh, dass danach erstmal Pause war... ;-)
Nach gefühlten fünf Minuten Pause, in denen ich Kadda sogar noch ein Plakat "organisierte" (...ich hab schon vorher gefragt...), kam Bodo dann - diesmal mit blauem Hemd und großem Kragen (by the way, Denis möchte sowas haben...) - zurück auf die Bühne und spielte Alla Turca Stomp. Für meine Begriffe einen Tacken zu schnell bzw. zu schnell schneller werdend, aber das liegt wohl daran, dass ich die CD-Version zu oft gehört habe... Trotzdem ein geniales Stück, das ich wie versprochen auch in meinem Mozart-Referat benutzen werde, sofern es denn mal endlich zum Referat kommen wird (es wurde von vorletzter auf letzte Woche verschoben, wo der Dozent dann zu viel redete, ich also nicht fertig wurde, und heute wäre ich trotz Krankheit ja hingegangen, wenn selbiger Dozent nicht abgesagt hätte... Wunderbar).
Es folgten die herrliche Dodekakophonie und die Grätchenfrage, die ich unter Garantie irgendwann im Musikunterricht verwenden werde (gut, von der die Zwölftonmusik vernichtenden Moderation mal abgesehen *g*), dicht gefolgt von meiner momentanen Lieblingsballade "90 Grad". Der Titel ist einfach so genial gewählt! 90 Grad entscheiden komplett darüber, ob man jetzt entsetzt ist, dass Bodo ein Lied über Sex singt (und das so offensichtlich und detailliert!) oder ob es einfach um was ganz anderes geht... Nur - wenn es um das Andere geht, geht es dann nicht in Wirklichkeit doch um Sex? Ich finde das herrlich gelöst, denn Bodo kann sich jederzeit damit rausreden, dass die Thematik doch eine ganz andere ist... ;-) Oder es handelt sich einfach um beides. Wundervoll. Und dazu auch noch wunderschön und deshalb die schönste Ballade. Wer könnte bitte dem Satz "Wer Kaschmir für weich hält, hat dich nie gestreichelt" widerstehen? ;-)
Bodo bringt souverän seine zweite Konzerthälfte zu Ende mit durchaus bekannten, aber nichtsdestoweniger tollen (weil gut dargestellten) Liedern wie Regen, Lalelilolu (noch so ein genialer Titel) oder Logik (wann kommt nochmal endlich das Songbook? ;-)). Das Publikum "gestattet" ihm drei Zugaben, wenn ich mich recht entsinne das "Bonusmaterial" mit dem Hinweis, dass "tandaradeya" im Mittelhochdeutschen für etwas total Schmutziges gestanden haben muss, da das in jedem Minnegesang vorkam ;-); den nächsten Teil der Ödipus-Tragödie und das Liebeslied, bei dem ich mich lautstark dafür einsetze, dass meine liebe Kommilitonin Nina ihr geliebtes Schwedisch zu hören bekommt ;-).
Zum Ödipus: in dieser Episode erfahren wir also, wie Ödipus König von Theben wurde, "aus Versehen" seine Mutter Iokaste heiratete und mit ihr die vier Kinder Polyneikes, Eteokles, Antigone und Ismene bekam; die, wie Bodo uns gerne erklärt, nicht nur seine Kinder sondern auch seine Halbgeschwister sind, so wie sein Onkel gleichzeitig sein Schwager und seine Mutter ihre eigene Schwiegermutter ist. (Stimmt das so? *g*) Zuvor muss Ödipus allerdings das Rätsel der Sphinx lösen, die hier, dargestellt durch eine geniale Löwen-Handpuppe, allein schon aussprachetechnisch eine echte Aufgabe für den jungen Ödipus darstellt. Er versucht zu fliehen ("Du bist schnell!" - "Gell!"), kann aber nicht entkommen und muss sich so dem Rätsel stellen. Ach, Mensch. ("Richtig.") *g* Kurzzeitig werde ich an Helge Schneiders "Was hängt an der Wand, gibt jedem die Hand? Wer weiß es, wer weiß es..." erinnert. ;-)
Und dann ist das lang ersehnte Konzert auch schon wieder vorbei. :-( Ich stelle fest, dass ich zu diesem Zeitpunkt ziemlich abgebaut habe, möglichst sitzen möchte und weiß, dass ich den Samstag wohl mit Fieber im Bett verbringen werde. Na ja. Das war's wert.
Bevor wir fahren, gibt's allerdings noch Autogramme auf die "organisierten" Plakate mit Widmung und Nachfrage nach Songbook und "meinem" Lied. Außerdem erzähle ich Bodo von meinem Referat und er ist sichtlich begeistert, auch, wenn ich gehofft hatte, ihm sagen zu können, dass ich es schon gehalten habe. Na ja. Beim nächsten Mal. Das ist auch schon direkt in Planung... ;-)
Hoffentlich dauert's nicht wieder ein Jahr.
Mensch, Mensch, Mensch. *g*
06/12: Excuse me? Liebe Männer dieser Welt...
...ist euch wirklich nicht bewusst, dass ein Unterschied besteht zwischen "Ich liebe dich" und "Ich bin verliebt in dich"? Ist das so ne Frauen-Geschichte, so eine Wir-müssen-die-Sprache-analysieren-Kiste? Ich erbitte zahlreiche Kommentare.Wie kann euch der Unterschied nicht klar sein, wenn er für uns Frauen doch auf der Hand liegt und riesengroß ist?
Ich will hiermit keineswegs sagen, dass ihr, liebe Männer, weniger eure Gefühle zum Ausdruck bringen solltet, im Gegenteil, die meisten Frauen sind ja froh darüber... Aber es gibt einfach zwei Dinge, auf die ihr dabei im Wesentlichen achten solltet:
1. Timing und
2. Ausdruck, der mit dem Timing einhergeht, denn: der falsche Ausdruck kann, wenn eigentlich das Timing für den richtigen Ausdruck gut war, total daneben gehen. Dann gibt's eben Abzüge in der B-Note, und das will doch keiner.
Tja, wie meine Orgellehrerin zu sagen pflegt: Das, worum es im Wesentlichen geht, ist doch immer dasselbe: Drama, Liebe, Wahnsinn. Nicht unbedingt in der Reihenfolge (erst die Liebe, dann das Drama und schließlich folgt der Wahnsinn), aber irgendwie hängt doch alles zusammen.
Hoffentlich auch morgen Abend beim Bodo-Wartke-Konzert... ;-)

